
Roots

Was sind unsere Wurzeln?
Auf diese Frage antworten wir gewöhnlich mit der Herkunft, dem Geburtsjahr, der Sternenkonstellation, dem Heimatdorf oder dem Familiennamen.
Alles Dinge, die uns „in die Schuhe gelegt“ worden sind.
Doch wir vergessen oft, dass wir auch die Fähigkeit besitzen, unsere Wurzeln selbst zu definieren.
„Ich bin Koch.“ – „Ich bin fit.“ – „Ich bin gesund.“
Solche Gedanken verfestigen sich und werden zu unseren selbstgewählten Wurzeln.
Sie können uns Halt geben – oder uns vergiften.
Manche Menschen setzen ihre Wurzeln so:
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„Ich kann alles erreichen, was ich will.“
Andere so:
„Alles, was ich versuche, scheitert.
"Ich kann das nicht.“
Beide Parteien haben recht – weil sie es selbst so definiert haben.
Darum ist es entscheidend, immer wieder zu prüfen: Stimmen meine gesetzten Wurzeln mit meinen Zielen überein?
Denn allein ein Etikett zu wechseln genügt nicht. Die Aussage „Ich bin Koch“ lässt sich nicht einfach durch „Ich bin Pilot“ ersetzen.
Es braucht die vorhergehenden Schritte – Ebene 4, 5, 6 und 7 und im Anschluss die 2.
Ein klares Ziel lautet:
„Ich, [Vorname Nachname], bin am [exaktes Datum] Pilot bei der Fluggesellschaft [XY].“
Wer so präzise definiert, richtet seine Energie aus. Das Universum unterstützt klare Bahnen – und Energie fließt dorthin, wo sie ungehindert ein Ziel findet.
Wurzeln geben Halt, aber sie können uns auch binden. Viele Menschen halten an alten Wurzeln fest, selbst wenn sie längst giftig geworden sind.
„Ich bin immer schwach gewesen.“ – „In meiner Familie war nie jemand erfolgreich.“ – „Ich bin eben so.“ -"ich kann mir Namen schlecht merken" Hörst du dich wieder?
Solche Glaubenssätze graben sich tief ein und wirken wie unsichtbare Ketten.
Das Schwierige: Wir identifizieren uns mit diesen Wurzeln. Sie fühlen sich „wahr“ an, weil wir sie seit Jahren wiederholen.
Doch Loslassen bedeutet, sich bewusst zu machen: Auch eine tief verankerte Wurzel ist nichts anderes als ein Gedanke, den wir einmal angenommen, akzeptiert und verfestigt haben – diesen könenn wir heute ebenso zurückweisen.
Loslassen ist kein Verlust. Es ist eine Befreiung. Wenn eine Pflanze in einen zu engen Topf gewachsen ist, muss man sie aus den alten Wurzeln lösen, damit sie in neuer Erde weiter gedeihen kann.
Genau so verhält es sich mit uns: Erst wenn wir die Wurzeln lösen, die uns festhalten, können wir neue schlagen.
Loslassen erfordert Mut. Denn oft glauben wir, dass wir ohne die alten Wurzeln ins Leere fallen würden. Doch in Wahrheit entsteht Raum für Neues nur dort, wo das Alte losgelassen wird.
Darum ist es eine ebenso wichtige Fähigkeit wie das Setzen von Wurzeln: zu prüfen, welche Wurzeln uns nähren – und welche uns nur noch im Dunkeln halten.
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In der Praxis helfen Yoga und Taekwon-Do Übungen die den Unterkörper anzielen beim loslassen. Physisch kann daran beim Stuhlgang erkannt werden, ob wir schlecht loslassen. Logisch?!
